Es gibt eine Frage, die ich immer wieder höre: „Ist das dann ein echter Diamant?"

Meine Antwort: Es ist kein Imitat.

Labordiamanten, auch Lab-Grown Diamanten genannt, sind im Labor hergestellte Diamanten. Sie bestehen aus reinem Kohlenstoff im kubischen Kristallgitter, haben die Härte 10 und werden vom IGI nach denselben vier Kriterien bewertet wie jeder Diamant. Im Licht zeigen sie Feuer und Brillanz. Der Unterschied liegt in der Entstehung: im Labor statt in der Erde.

Kann man einen Labordiamanten erkennen?

Mit bloßem Auge nicht, auch nicht mit geschultem Blick. Nachweisen lässt sich die Herkunft nur in Speziallaboren mit Messgeräten, wie sie gemmologische Institute einsetzen. Das IGI vermerkt im Report ausdrücklich, dass ein Stein im Labor hergestellt wurde.

Wie du einen solchen Report liest und selbst prüfst, erklären wir in IGI-Zertifikat prüfen.

Wie entsteht ein Labordiamant?

Ein Labordiamant wächst aus Kohlenstoff, im Labor statt in der Erde. Dafür gibt es zwei Verfahren. Beim HPHT-Verfahren entsteht der Diamant unter sehr hohem Druck und hoher Temperatur. Beim CVD-Verfahren lagert sich Kohlenstoff aus einem Gas Schicht für Schicht ab.

Hinter beiden Verfahren stehen Jahrzehnte Forschung. Die ersten Versuche, Diamanten im Labor herzustellen, begannen in den 1950er Jahren. Heute entstehen Steine, die nach denselben Kriterien bewertet werden wie jeder andere Diamant.

Wie wird aus dem Rohstein ein Schmuckstück?

Ein Labordiamant durchläuft nach der Herstellung dieselben Schritte wie jeder andere Diamant. Vom Rohstein bis zum fertigen ANNARELLE-Stück sind es neun:

  1. Auswahl des Rohsteins
  2. Planung und Vermessung mit 3D-Scan und Lasertechnik
  3. Spalten oder Sägen
  4. Schleifen
  5. Polieren
  6. Qualitätskontrolle
  7. Zertifizierung
  8. Sortierung
  9. Fassung, Montage und Prüfung von Hand

Der Schliff entscheidet, wie ein Stein das Licht bricht. Deshalb liegt er bei uns nie unter Very Good. Was hinter Schliff, Farbe, Reinheit und Gewicht steckt, liest du in Die 4 Cs erklärt.

Warum entscheiden wir uns für Labordiamanten?

Weil wir dein Budget in Qualität verwandeln wollen. Fürs gleiche Budget bekommst du mit einem Labordiamanten in der Regel höhere Farb- und Reinheitsgrade. Bei unseren Labordiamanten verwenden wir ausschließlich Farbe D bis F und Reinheit VS oder besser. Ab 0,5 Karat liegt jedem Labordiamanten ein IGI-Zertifikat bei; natürliche Diamanten haben ab 0,5 Karat einen GIA-Report.

Dazu kommt die Herkunft. Ein Labordiamant entsteht ohne Bergbau. Wie groß sein ökologischer Fußabdruck ist, hängt vor allem von der Energie ab, mit der er hergestellt wird. Wir sagen das so offen, weil uns ehrliche Antworten wichtiger sind als einfache.

Das ist keine Entscheidung gegen Diamanten aus der Erde. Es ist eine Entscheidung für mehr Steinqualität fürs gleiche Budget und für eine Herkunft ohne Bergbau. Auch farbige Steine gehören dazu, mehr dazu in unserem Artikel über farbige Labordiamanten.

Was bedeutet das für dich?

Du bekommst einen Labordiamanten in einer Qualität, die du sonst vielleicht nicht gewählt hättest. Und du gibst dein Budget für das aus, was bleibt: Stein und Gold, in 14 oder 18 Karat Massivgold. Bei ANNARELLE nennen wir das Smart Luxury.

Unseren Schmuck mit weißen Labordiamanten findest du in der Welt BLANC.

Pour toujours.

— Beatrice Walden